Die Notfallseelsorge wird ausschließlich dann aktiv, wenn sie von den Blaulichtdiensten (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste) zu einem Einsatz hinzugerufen wird.
Dann stehen sie Menschen in Extremsituationen bei. Wenn ein Unglück wie ein Blitz aus heiterem Himmel in das Leben einbricht - durch einen Unfall oder einen Brand, die Nachricht eines Suizids oder einer Gewalttat mit Todesfolge.
Für die Angehörigen ist es dann wichtig, dass ihnen jemand zur Seite steht. Für die Opfer und Angehörigen, die Beteiligten und die Helfer:innen ist das Team der Notfallseelsorge da. Sie leisten Erste Hilfe für die Seele. Oft geht es darum, Ohnmacht und menschliche Grenzen auszuhalten und in Gebet und mit einem Ritual, wie beispielsweise dem Anzünden einer Kerze, Halt zu bieten.
Das Team der ökumenischen Notfallseelsorge umfasst rund dreißig Seelsorgende. Dieser Dienst ist ehrenamtlich. Je zwei Mitglieder des Notfallseelsorge-Teams sind an jedem Tag im Jahr rund um die Uhr in Rufbereitschaft und werden aktiv, sobald sie von der Polizei, der Feuerwehr oder den Rettungsdiensten hinzugerufen werden.
Notfallseelsorgende helfen Menschen - unabhängig von deren Konfession oder Religion. Sie sind erfahren in menschlicher Begleitung, Seelsorge und kommen aus verschiedenen Kirchen, aus dem Bereich des Islam und auch nichtkirchlichem Hintergrund.
Neue Notfallseelsorgende, die sorgfältig für diesen Dienst ausgebildet wurden, werden feierlich beim Blaulichtgottesdienst, der jedes Jahr im Herbst gefeiert wird, in ihren Dienst eingeführt.
Die Notfallseelsorge wird getragen von der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche und der Stadt Mannheim.
Jedes Jahr sind die Notfallseelsorge-Teams mehr als 100 Mal im Einsatz.

