(26.05.2025, Mannheim) Was mit Begeisterung im MehrgenerationenGarten auf der BUGA 23 begann, wird seither in den beiden beteiligten evangelischen Kitas Maximilianstraße (Oststadt) und G4 (Innenstadt) fortgesetzt. Bei dem nachhaltigen Projekt war nun Pflanztermin. Die Kinder haben begeistert mitgemacht.
Kartoffeln und Gurke, Kürbis und Mais, Zucchini und Fenchel, Zuckererbse, Radieschen und Buschbohnen – rund 50 Pflanzen haben Vorschulkinder der Kita-Maximilianstraße in die Erde gebracht. Mit Freude haben sie gemeinsam mit dem Kita-Team um Jelle van Nuffelen und Nadja Niemeier sowie Eltern gebuddelt und geharkt, Furchen gezogen und gegossen. Nach einem Pflanzplan wurden auch Samen gesät und Kartoffeln gesetzt.
Wahrung der Schöpfung – positive Erfahrungen in der Kita
„Ich freue mich schon sehr auf den Moment, wenn die Saat hier sprichwörtlich aufgeht und aus einem Samenkorn sichtbar ein Pflänzchen wächst. Das ist für uns alle und besonders für die Kinder immer eine große Freude“, sagt Jelle van Nuffelen. Bis dahin werden im Wechsel alle vier Gruppen der Kita abwechselnd zwei bis drei Mal in der Woche den Gießdienst übernehmen und sich um die Pflanzen kümmern. In den Kita-Ferien werden Eltern diese Pflege übernehmen. „Diese tolle tatkräftige und regelmäßige Unterstützung stärkt das Band zwischen Kita, den Kindern und den Familien sehr“, freut sich Nadja Niemeier aus dem Kita-Team.
Gemüse - wächst nicht im Supermarkt
„Uns ist so wichtig, dass die Kinder lernen, dass es auch Arbeit macht, Gemüse anzubauen und zu pflegen“, betont Nadja Niemeier. „So erleben sie ganz konkret, dass Gemüse nicht im Supermarkt wächst.“ Besonders wertvoll sei, ist sie sich mit ihrem Kollegen van Nuffelen einig, für die neugierigen AckerRacker eine Anbaufläche in direkter Nähe zur Christuskirche erhalten zu haben. „Das ist eine schöne Verbindung zwischen Gemeinde und Kita“, betonen die beiden, „und es ist ein wichtiges Signal an das Umfeld, was Wahrung der Schöpfung und Wertevermittlung betrifft“.
Gemüseacker – auch an der Trinitatiskirche
Ebenfalls in unmittelbarer Nähe zu einer Kirche ackern die Kinder der Kita G4 in der Mannheimer Innenstadt. Denn an der Trinitiaskirche, neben der die Kita steht, wurde der Kita ein Areal zum Anbauen zur Verfügung gestellt. Das verbindet sich bestens mit der Nutzungsidee rund um Gebäude, das vielen auch als EinTanzHaus bekannt ist. So hat das Team der Spielstätte für zeitgenössischen Tanz dort für eine bienen-, vogel- und schmetterlingsfreundliche Bepflanzung gesorgt. Außerdem gibt es dort ein Permakulturbeet. Nun wurde auch die AckerRacker-Fläche bepflanzt. Die Eltern hatten im Vorfeld das Gelände von Unkraut befreit, die Erde umgegraben und so eine Anbaufläche für die Kita-Kinder geschaffen. Dort brachten die Kinder nun Pflanzen, Samen und Saatkartoffeln in die Erde. Auch hier waren die Kinder mit viel Elan und Freude dabei.
AckerRacker – vielfach ausgezeichnet
Als aktive AckerRacker nehmen die Kinder teil an dem vielfach ausgezeichneten Bildungsprogramm von Acker e.V. aus Berlin. Durch das ganzjährige Erleben der Abläufe in der Natur und durch aktive Beteiligung vermittelt das Programm mehr Wertschätzung für Lebensmittel. Die Kinder bauen ihr eigenes Gemüse an und kommen dabei Natur und Nachhaltigkeit mit allen Sinnen nahe. Woche für Woche erlebten sie, wie sich viele Kräuter sowie unter anderem Salat und Tomaten, Kartoffeln und Zucchini, Bohnen und Möhren entwickeln. So erfahren sie unmittelbar, woher das Essen auf den Teller kommt und dass eine Macke im Gemüse oder ein nicht normgerechter Wuchs kein Grund ist, es wegzuwerfen. Foto: ekma/dv (dv)
BU: Die Vorschulkinder der Kita Maximilianstraße hatten beim Pflanztermin an der Christuskirche emsig mitgearbeitet - und mit viel Freude auch viel gelernt.

