„Liebe tut der Seele gut. – Hass schadet der Seele.“

Monnem Pride am 12. Juli: Queere Kirche & Friends geht für Vielfalt und Miteinander auf die Straße. Mit Ruhe-Oase, Bastel-Werkstatt, Gottesdienst

Bild von einer Pride-Teilnehmerin
(06.06.2025, Mannheim) Nach der Premiere im letzten Jahr sind Evangelische und Katholische Kirche in Mannheim wieder mit einer ökumenischen Initiative bei der Monnem Pride dabei. Mit dem Motto „Liebe tut der Seele gut. – Hass schadet der Seele.“ lädt das Projektteam Queere Kirche & Friends am 12. Juli zum Mitfeiern und Demonstrieren ein. Alle, die sich für ein respektvolles Miteinander und gegen Diskriminierung und Hass gegenüber queeren Menschen einsetzen, können sich anschließen. Im Vorfeld der großen Parade gibt es am 1. Juli eine Kreativaktion und am 11. Juli einen Gottesdienst in der altkatholischen Mannheimer Schlosskirche.

Liebe und Mitmenschlichkeit statt Hass und Ausgrenzung

Angesichts von vielfach konstatierter sprachlicher Verrohung in der Gesellschaft hat das Motto des Trucks eine starke Aussagekraft. Die Haltung „Liebe tut der Seele gut. – Hass schadet der Seele.“ weist unverändert über den Anlass der Monnem Pride hinaus, ist sich die Projektleitung einig: „Anderen und sich selbst liebevoll zu begegnen, entspricht dem höchsten Gebot unseres Glaubens“, sagt Kathrin Grein von der Katholischen Hochschulgemeinde Mannheim. „Menschen sind mit ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität Ebenbilder Gottes. Viel zu oft haben Christ:innen anderes behauptet und tun es noch. Viel zu oft erleben queere Menschen Diskriminierung und Hass. Deshalb sagen wir laut: Hass schadet der Seele. Liebe tut der Seele gut.“ ergänzt Nina Roller vom Studio Herrlichkeit der Evangelischen Kirche Mannheim. „Liebe tut der Seele gut. Das gilt für einzelne Personen, für unsere Beziehungen, unsere Gesellschaft und unsere Kirche“, betont Valentina Ingmanns vom Studio Herrlichkeit. Die Beteiligung an der Monnem Pride sei ein Statement für Kirchen und Gemeinden als sichere und wohltuende Orte für unterschiedslos alle Menschen.

Motto-T-Shirts diesmal im Vorfeld erhältlich. Bastel-Workshop für Pride-Halos

Im letzten Jahr war der kirchliche Truck ein Hingucker: Die Fußgruppe mit den Motto-T-Shirts machte die Botschaft „Liebe tut der Seele gut.“ unübersehbar. Armbändchen, auf die diese Botschaft aufgedruckt war, wurden von Besucher:innen der Parade begeistert angenommen. Auch in diesem Jahr ist das Erscheinungsbild der kirchlichen Pride-Gruppe wieder weiß mit goldenen Accessoires. Die beliebten T-Shirts mit goldenem Aufdruck sind diesmal im Vorfeld für 8 bis 15 Euro erhältlich: nach dem queeren Gottesdienst am 11. Juli und vor dem Pride-Start am 12. Juli.

1. Juli: Goldener Haarreif mit Strahlen – Halos für die Pride selbst gestalten 

Bereits bei der letztjährigen Pride sorgten sie für viel Freude: Die Haarreife mit goldenen Strahlen, mit denen einige Teilnehmende der Gruppe Queere Kirche & Friends unterwegs waren. Diese „Pride-Halos“ kann man nicht kaufen – jedoch selbst machen: Aus den drei ‚Zutaten‘ Haarreif, Kabelbinder und goldenes Farbspray entsteht ein einzigartiger strahlender Kopfschmuck. Dabei sind die „Pride-Halos“ - Accessoires und Statement zugleich. Denn sie stehen dafür, dass Gottes Liebe und Glanz unterschiedslos aus jedem Menschen strahlt und es gut ist, beides selbstbewusst und liebevoll in die Welt zu tragen.
 
Das Organisationsteam bietet am Dienstag, 1. Juli, von 17 bis 20 Uhr im Schillerpark (B3) eine Bastel-Werkstatt für Pride-Halos an. „Uns ist es wichtig, mit dieser Einladung in den öffentlichen Raum zu gehen. Denn wir geben uns damit zu erkennen und positionieren uns als Kirche auch außerhalb unserer Gebäude positiv zu Vielfalt, Menschenwürde, Wertschätzung und Gleichberechtigung“, betont das Organisationsteam. Öffentlich gezeigte Solidarität sei für queere Personen, die vermehrt Anfeindungen ausgesetzt sind, wichtig.

11. Juli: Bastel-Werkstatt Pride-Halo um 18 Uhr, Gottesdienst in Schlosskirche um 19 Uhr

Die Einstimmung auf die Monnem Pride geht an deren Vorabend weiter: Wer noch kein Pride-Halo hat, kann sich ein eigenes Exemplar auch noch am Vorabend der Pride in einer Bastel-Werkstatt gestalten. Sie findet statt am 11. Juli um 18 Uhr vor der Schlosskirche (Bismarckstr. 14, im Ehrenhof Schloss Mannheim). Von dort aus ist es dann ein Katzensprung zum Queeren Gottesdienst „Pride!“, der um 19 Uhr in der Schlosskirche beginnt. Die Feier mit Livemusik von der Singer-Songwriterin Beate Hege (Mainz) wird konzipiert von Peter Annweiler, Regina Bauer, Manuel Gärtner, Magdalena Kotas und Günter Barth. Wer einen persönlichen Segen wünscht, kann sich im Gottesdienst segnen lassen - ob als Einzelperson, als Paar, Familie oder als Freundesgruppe.

12. Juli: Pride-Zug durch Mannheim. Ruhe-Oase an der CityKirche Konkordien

Am 12. Juli stellt sich der Pride-Zug ab 10 Uhr in der Schafweide (Neckarstadt/Ost) auf. Los zur bunten Parade geht es dann um 14 Uhr. Wer sich der Fußgruppe hinter dem Motto-Wagen „Liebe tut der Seele gut.“ anschließen möchte, ist eingeladen, passend zu den Motto-Farben möglichst weiße Kleidung mit goldenen Accessoires zu tragen.
 
Während der Parade ist die CityKirche Konkordien (R2 in Marktplatznähe) von 12.30 Uhr bis 16 Uhr ein Rückzugsort für die Community. In Zusammenarbeit von evangelischer Gemeinde und Monnem Pride e.V. bieten die Kirchwiese und der Innenraum eine Ruhe-Oase für Besucher:innen der Monnem Pride, die eine Pause brauchen. Ein Team um Stephanie Harder (Queere Beratung Harder) ist für die Besucher:innen der Ruheoase ansprechbar.

Banner und Fahnen für Gebäude

Gemeinden, die rund um die Monnem Pride ein Statement für Liebe und gegen Hass setzen und die Aktionen unterstützen wollen, können dies mit Bannern oder Fahnen mit dem Schriftzug aus der Kampagne „Liebe tut der Seele gut. – Hass schadet der Seele.“ sichtbar machen. Informationen hierzu gibt es bei Valentina Ingmanns (Studio Herrlichkeit).
 
Projektteam: „Liebe tut der Seele gut – Queere Kirche & Friends auf der Monnem Pride“ unter Mitwirkung von: Kreuz und Queer (Evang. Kirche Pfalz), Altkatholische Gemeinde Mannheim, Ankerstelle und Evangelische Studierendengemeinde Mannheim, CityKirche Hafen-Konkordien Mannheim, Crystal Queer – Jugendgruppe für queere Jugendliche und Allies (Junge Diakonie), Evangelische Kirche Mannheim, Evangelische Kirche Heidelberg, Evangelische Matthäusgemeinde Neckarau, HUK – Homosexuelle und Kirche, Junge Diakonie Mannheim, Jugendkirche SAMUEL, Katholische Hochschulgemeinde Mannheim, Katholische Kirche Mannheim, Katholisches Dekanat Heidelberg-Weinheim, Ökumenisches Bildungszentrum sanctclara Mannheim, youngcaritas, Studio Herrlichkeit.
 
Projektleitung: Studio Herrlichkeit (Evangelische Kirche Mannheim) und Katholische Hochschulgemeinde Mannheim.
 
Infos zur deutschlandweiten Kampagne „Liebe tut der Seele gut. - Hass schadet der Seele.“ unter https://tut-der-seele-gut.info/