Repair Café an der Christuskirche

Kostenlos, nachhaltig und gesellig: Tüfteln, reparieren und lernen gemeinsam mit ehrenamtlichen Expert:innen am 28. März im Saal der Christuskirche

Repair Cafe an Christuskirche
(12.03.2026, Mannheim) Mit dem Motto „Wegwerfen? Denkste!“ findet am Samstag, 28. März, von 11 bis 14 Uhr im Saal der Christuskirche das nächste Repair Café statt. Dann helfen ehrenamtliche Expert:innen wieder beim Reparieren. Die Nachfrage ist groß, die Wartezeit kann bei Kaffee, Kuchen und einem Schwätzchen genossen werden. Was vor rund zehn Jahren begann, ist zu einem Treffpunkt geworden weit über die Nachbarschaft hinaus. Das Team um Fabian Müller freut sich auf Besucher:innen und auf die ehrenamtlichen Helfer:innen.

Hilfe zur Selbsthilfe – das Reparieren wird erklärt

Kaputtes reparieren statt reflexhaft wegwerfen. Nachhaltigkeit praktisch umsetzen und damit die Umwelt ebenso schonen wie den Geldbeutel. Wer etwas Defektes ins Repair Café bringt, lernt, ob und wie es repariert werden kann. „Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Deshalb erklären wir bei den Reparaturen, was wir machen“, sagt Fabian Müller, der von Anfang an beim Repair Café dabei ist und 2021 dessen Leitung übernahm. Den Gästen macht es Freude, unter Anleitung selbst oder gemeinsam mit Expert:innen ein Problem ganz konkret zu beheben. Oder es zumindest zu versuchen.
Fabian Müller vom Repair Cafe an Christus

Gemeinsam reparieren – und Gemeinschaft genießen

Fabian Müller engagiert sich schon lange ehrenamtlich in der evangelischen Gemeinde. „Es macht mir große Freude, hier im Repair Café ganz handfest und praktisch etwas einbringen zu können“. Inzwischen hat er die Abläufe und Organisation des Repair Cafés von Papierform auf digital umgestellt: Jedes Reparatur-Anliegen wird in einer eigens dafür entwickelten App aufgenommen. So hat er einen guten Überblick über die Reparaturen und Erfolgsquote. Bei rund 50 Prozent der Reparaturen ist das Gerät anschließend wieder funktionstüchtig. „Das ist für alle immer ein guter Moment“. Auch das Interesse neuer Helfer:innen sei ein Erfolg, so Fabian Müller. Denn zu fast jedem Repair Café kommen neue Interessenten, die sich mit ihrer Expertise einbringen möchten.

Ehrenamt macht glücklich

„Ich tüftle und repariere gern“, sagt einer der Ehrenamtlichen. „Und es macht mich innerlich zufrieden, wenn ich Leute unterstützen kann, die in ihrem Umfeld keine Reparaturmöglichkeit haben.“ Außerdem, schmunzelt er, tausche er sich beim Repair Café mit anderen Helfer:innen aus, um gemeinsam Probleme zu lösen. So wurde schon manche kniffelige Reparatur gemeistert.
 
Die Aktion ist kostenlos und gut nachgefragt. Die Besucher:innen bringen pro Termin rund 40 Gegenstände zur Reparatur mit. Darum kümmert sich dann ein fachkundiges Team von zehn bis zwölf ehrenamtlichen Helfer:innen, vom Auszubildenden bis zum Rentner. Um die Wartezeit zu verkürzen, gibt es Kaffee, Tee und Kuchen und ganz nebenbei die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Es ist uns ein Herzensanliegen, dass die Menschen hier eine Café-Atmosphäre genießen und sich nicht wie in einem Warteraum fühlen“, sagt Fabian Müller.
 
gemeinsam tüfteln beim Repair Cafe an der Christuskirche
Wer im Repair Café mitarbeitet, macht das ehrenamtlich. Das eigene Können mit anderen zu teilen, etwas auf die Beine zu stellen, Sinnhaftes zu tun und vor allem gemeinsam mit anderen eine angenehme Zeit zu verbringen, bereitet den Teammitgliedern Freude. Ehrenamtliches Engagement zählt mit zu denjenigen Freizeitaktivitäten, die am ehesten glücklich machen. Das zumindest ergab eine Befragung des SKL Glücksatlas von bundesweit fast 29.624 Personen (Daten aus 2019). Dort belegt ehrenamtliches Engagement den 3. Platz, nach Ausflügen und Kurzreisen auf Platz 1 sowie Oper, Theater und Ausstellungen auf Platz 2.
 
Das nächste Repair Café an der Christuskirche findet statt am 16. Mai, 11 - 14 Uhr.
 
Foto: de Vos (dv)