Pfarrerin Martina Egenlauf-Linner geht in Ruhestand

Markuskirche: Gottesdienst zur Verabschiedung am 29. März um 17 Uhr

(19.03.2026, Mannheim) Nach knapp 24 Jahren vielfältigen Gestaltens in Mannheim geht Martina Egenlauf-Linner zum 01.04.2026 in Ruhestand. Als Pfarrerin mit Blick über die Gemeindegrenzen hinweg, als frühes Mitglied in der Notfallseelsorge, als Polizeiseelsorgerin, Dekanstellvertreterin, Mitgestalterin der Ökumene, als Bezirksbeauftragte für die Glaubenskurse sowie die kirchliche Beteiligung an der Bundesgartenschau 2023 hat sie prägnant im Stadtkirchenbezirk Mannheim gewirkt. In einem feierlichen Gottesdienst wird sie am 29. März um 17 Uhr in der Markuskirche (Almenhof) verabschiedet und von Dekanstellvertreterin Anne Ressel entpflichtet.

36 Jahre mit Weitblick und Seelsorge-Tiefe

Auch wenn Martina Egenlauf-Linner sich nun nach insgesamt 36 Jahren im Pfarrdienst in den Ruhestand begibt, heißt es in der Gemeinde, bliebe sie weiterhin Pfarrerin „mit Leib und Seele“. Denn die große Nähe zu den Menschen, ihre Freude an der Verkündigung und der hohe Wert der Seelsorge haben das Wirken von Pfarrerin Egenlauf-Linner durchgehend geprägt. Die Seelsorge als eines ihrer „Herzensanliegen“ zeigte sich besonders in ihrem rund 20jährigen Engagement in der Notfallseelsorge, ihrem hoch geschätzten Wirken als Polizeiseelsorgerin in Mannheim sowie in den Glaubenskursen, die sie für den Stadtkirchenbezirk Mannheim mit verantwortete. Auch ihr Amt als Dekanstellvertreterin sowie Mitgestalterin der Umwandlung der Kirche St. Pius in Neuostheim zur ersten Ökumenekirche in Baden zeugen von ihrer Freude an der Mitgestaltung von Kirche und von großem Einsatz für die Menschen. 
 
Auch bauliche und strukturelle Themen haben Pfarrerin Egenlauf-Linner ab ihrer Anfangszeit im April 2002 in Neuhermsheim begleitet: Die dortige evangelische Holzkirche am Ortseingang wurde geschlossen. Bis zur Einweihung des neu gebauten evangelischen Gemeindezentrums Thomas in der Ortsmitte, das mit dem begehrten Hugo-Häring-Preis und 2014 mit dem Baukulturpreis ausgezeichnet wurde, fand die Gemeinde Unterschlupf im ThomasHaus. Dort baute Egenlauf-Linner eine intensive seelsorgliche Begleitung auf und förderte generationsübergreifende Begegnungen: Die direkt benachbarte Kita Reiterweg besuchte regelmäßig die Bewohner:innen des ThomasHauses im Garten. Zudem gestaltete Pfarrerin Egenlauf-Linner besondere Gottesdienste auf der Rennbahn und bei den Flugtagen in Neuostheim, auf der Seebühne im Luisenpakt sowie beim Sommerfest des SWR. Weitere bauliche und sehr unterschiedliche Herausforderungen waren der doppelte Wasserschaden in der Thomaskirche sowie die Konzeption der Ökumenekirche St. Pius und das ökumenische Kinderhaus in Neuostheim sowie die Mitplanung beim ThomasCarree in Neuostheim. 
 
2018 wechselte Martina Egenlauf-Linner in die Markusgemeinde im Stadtteil Almenhof. Dort brachte sie sich intensiv bei der Fusion der Gemeinden Markus und Lukas und zuletzt beim Zusammenschluss der Gemeinden in den Stadtteilen ab Januar 2026 zur Pfarrgemeinde Almenhof-Lindenhof-Neckarau mit ein. Den seit Beginn der Corona-Pandemie an rund 100 Haushalte verteilten wöchentlichen „Sonntagsgruß“ und auch die beliebte Sommerlounge an der Markuskirche in der ersten Augustwoche gestaltete sie ebenso mit wie gemeinsam mit dem Team die Reihe „GlaubenWEITERdenken“.

Das Kümmern um Menschen kommt an erster Stelle

Der Weitblick über nationale und religiöse Grenzen hinweg hat Martina Egenlauf-Linner seit ihrem Studium und ihrer Tätigkeit in der Südindischen Kirche ebenso begleitet wie das Anliegen, sich konkret den Menschen zuzuwenden. „Das Kümmern um Menschen kommt an erster Stelle“, so ihre Haltung, die sicherlich bis in den Ruhestand hinein bleibt. Foto: Jönsson (dv)