Erlebnispädagogische Angebote im ErlebnisRaum Pfeifferswörth

Kooperationspartner Evangelische Kirche Mannheim, Jugendförderung der Stadt Mannheim und die Jugendfarm sind auf dem Gelände aktiv

auf dem Gelände des e
Die Kooperationspartner Evangelische Kirche Mannheim, Jugendförderung der Stadt Mannheim und Jugendfarm nutzen das Gelände gemeinsam.
(26.06.2026, Mannheim) Auf dem Gelände des ehemaligen evangelischen Seilgartens ist ein naturnaher Raum entstanden, den die Jugendförderung der Stadt Mannheim, die Jugendfarm und die evangelischen Pfadfinder ‚Stamm Bürger Karl Drais‘ gemeinsam nutzen. Deren Vertreter:innen feierten am 20. Juni die offizielle Eröffnung von „ErlebnisRaum Pfeifferswörth“. Dort sollen „Begegnungen, Erfahrungen, Spiel und Spaß, Lernen und Feiern möglich werden“, wie Dekanstellvertreterin Anne Ressel von der Evangelischen Kirche Mannheim in ihrer Andacht sagte.
 
Die vorherige langjährige Nutzung als Seilgarten ist auf dem Gelände noch sichtbar: die hohen Baumelemente gestalten das weitläufige Gelände mit. In dessen Mitte und unter den Bäumen ist weitläufig Platz, um den herum die drei Kooperationspartner sich gruppieren: auf der linken Seite hat die Jugendförderung der Stadt Mannheim schon Beete angelegt und ein Gewächshaus errichtet, Die angrenzende Fläche nutzen die Pfadfinder mit ihren Bauwägen. Und auf der rechten Seite des Areals lädt die Jugendfarm auf ihren Erlebnis- und Werkfläche ein zu Gruppenaktivitäten, zu Zeltlager und Bauaktionen sowie zu den Hühnern und Meerschweinchen.

Kooperation und Vernetzung. Alle Zeichen stehen auf Neuanfang

„Es ist mir eine große Freude, mit Ihnen die Eröffnung des ‚ErlebnisRaum Pfeifferswörth‘ zu feiern. Nun stehen alle Zeichen auf Neuanfang mit einem vielfältigen Angebot der Natur-, Spiel- und Erlebnispädagogik für die jungen Mannheimerinnen und Mannheimer“, sagte Dr. Peter Schäfer, Leiter des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim. Stefan Quickert von der Jugendförderung der Stadt Mannheim realisiert auf dem Gelände beispielsweise auch Angebote des Ferienexpress „Steig ein“ sowie des SPIELMOBILS.

Ein Gegenpol zu Digitalisierung und prallem Tagesablauf

In der Jugendfarm können die jungen Besucher:innen werkeln und hämmern, herumtollen und klettern, Hühner und Meerschweinchen beobachten und viel Spannendes erleben. Es sei wichtig, betont Jugendfarm-Leiter Benjamin Goos, dass Kinder konkrete und praktische Erfahrungen machen können voller Freude und besonders als „Gegenpol zur Digitalisierung im Alltag“. Denn die Jugendfarm bietet „einen bewusst wenig genormten Bereich zum Ausprobieren, zum Verwirklichen, zum Toben, zum Verantwortung übernehmen oder auch zum Chillen. Im ErlebnisRaum Pfeifferswörth ermöglichen wir es Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, sich beim Bau von Hütten, bei der Arbeit im Garten oder beim Versorgen von Tieren selbstwirksam zu erleben“, sagt Goos. Die meisten Holzbauten auf dem Gelände der Jugendfarm sind gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entstanden. „Wir erleben ein großes Bedürfnis, eigene Ideen verwirklichen zu können.“ Wer Lust hat, das auszuprobieren, kann mittwochs und donnerstags von 16 bis 18.30 Uhr zur ‚Offenen Farm‘ kommen.

Gemeinschaft und (Selbst)Vertrauen fördern

Die neue Nutzung des Geländes setzt fort, was der Seilgarten dort geprägt hatte, nämlich Gemeinschaft und Vertrauen zu fördern. Den drei Kooperationspartnern geht es um die Fortsetzung eines hochwertigen, naturnahen erlebnispädagogischen Angebots für Kinder und Jugendliche. „Der Erlebnisraum hier soll ein Freiraum werden zum Glücklichsein“, betonte Pfarrerin Ressel. 

„Dieses Gelände ist ein Pfadi-Traum. Ein weiterer Meilenstein unserer Jugendarbeit“

„Natur pur – mitten in der Stadt! Mit dem ErlebnisRaum - Pfeifferswörth haben wir als Pfadfinder endlich einen Ort gefunden, an dem Stadtkinder Natur unmittelbar erleben können“, ist Marcella Appel, Jugendreferentin und Stammesleitung des Pfadfinderstamms Bürger Karl Drais, begeistern. „Nach langer Suche ist für uns eine echte Naturoase und ein Abenteuergelände entstanden, das wir gemeinsam mit Jugendfarm und Jugendamt nutzen.“ Hier können Kinder und Jugendliche Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und mitten in der Stadt Natur entdecken: „ein weiterer Meilenstein unserer Jugendarbeit.“ Ein sichtbares Zeichen dafür sei das Gelände, das in vielen gemeinsamen Aktionen mit Kindern, Jugendlichen, Pfadi-Eltern und Ehrenamtlichen hergerichtet wurde und die beiden Bauwägen, die einen bunten Anstrich bekamen. „Menschen wie Ihr ermöglicht sehr viel“, betonte Judith Friedlaender vom Landesvorstand VCP Baden bei ihrer Ansprache.
 
Bei der Feier und ihren Mitmachaktionen rund um die große Pfadi-Pinte und das professionelle Küchenzelt wirkte auch die Johannes-Kepler-Grundschule aus der Mannheimer Innenstadt mit. In Kooperation mit der Jugendfarm findet hier jeden Freitagvormittag Unterricht draußen statt. Dann geht es unter anderem um Stockbrot. Eine elementare Erfahrung für Schüler:innen. Die Kooperation mit den Schulen kommt bei Lehrkräften gut an: Das Interesse, den Platz für Unterricht, Werken, aber auch als Bewegungsfläche und für Erlebnispädagogik zu nutzen, ist groß. Fotos: de Vos (dv)
 
BU: Freuen sich über die Kooperation im ErlebnisRaum Pfeifferswörth (v.k.n.r.): Stefan Quickert und Yvonne Gera (Jugendförderung Stadt Mannheim), Dr. Peter Schäfer (Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim), Marcella Appel und Andreas Legler-Görke (VCP Stamm Bürger Karl Drais), Anne Ressel und Barbara Schulte (Evangelische Kirche Mannheim), Benjamin Goos (Jugendfarm). Foto: de Vos