(14.09.2026, Mannheim) Die Vorbereitungen für den ARD-Fernsehgottesdienst am diesjährigen Reformationstag laufen bereits: Am 31. Oktober wird in der ARD um 10 Uhr eine Feier ausgestrahlt, die am Sonntag zuvor, am 25. Oktober, um 10 Uhr in der Christuskirche aufgezeichnet wurde. Das Technik-Team des SWR war bereits jetzt vor Ort.
Wie sind die Lichtverhältnisse im Innenraum? Wo lässt sich der Ton am besten abnehmen? Wo sind die mobilen Kameras unterwegs und wo werden die zwei Standkameras platziert? Auch darum ging es beim Technik-Check bereits im September.
Akribische Planung, mehr als 20 Positionen, viele hundert Meter Kabel
„Es macht mich stolz, dass unser Team an der Christuskirche 2026 für diesen wichtigen Feiertag ausgewählt wurde“, sagt Pfarrer Friedel Goetz. „Gerade in unserer aktuellen gesellschaftlichen Situation sind die reformatorischen Tugenden so wichtig: begründete Entscheidung, Haltung und den Mut haben, Dinge neu zu denken!“
Pfarrerin Martina Steinbrecher, Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Landeskirche in Baden beim SWR, kam mit neun Fachleuten, um die Aufzeichnung am 25. Oktober vor Ort genau durchzusprechen. Das Team ist begeistert von der schönen Kirche. Auch der gesamte Gottesdienst-Ablauf wird genau durchgegangen und in seinen mehr als 20 Positionen diskutiert. Wo stehen die Bläser und wo der Chor? Aus welcher Perspektive werden Predigt und Lesung aufgenommen? Und wie der Segen?
„Für uns an der Christuskirche ist dieser ARD-Fernsehgottesdienst eine Premiere“, freut sich auch Kirchenmusikdirektor Prof. Johannes Michel. Er wird beim Fernsehgottesdienst den Bachchor dirigieren, der die Feier musikalisch gestalten wird. Pfarrer Friedel Goetz hält die Predigt. Auch ein Bläserensemble und weitere Beteiligte werden mitwirken.
Gottesdienstbesucher:innen zur Aufzeichnung willkommen
Live-Übertragung und Ausstrahlung einer Aufzeichnung unterscheiden sich in der akribischen Vorbereitung nicht. So findet am Samstag, 24. Oktober, um 17.15 Uhr eine öffentliche Generalprobe statt. Auch zur Aufzeichnung am Sonntag, 25. Oktober, von 10 bis 11 Uhr sind Gottesdienstbesucher:innen herzlich willkommen. Was für Generalprobe und Aufzeichnung an Technik schon ab Donnerstag (22.10.) aufgebaut wurde, wird dann kaum in den Blick fallen. Die Zuschauer am Fernseher oder an den mobilen Endgeräten können sich freuen auf einen Gottesdienst aus einer Kirche, deren Architektur und Innenausstattung den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden hatten. Alles stammt originalgetreu aus dem Jahr 1911. Foto: Gemeinde und de Vos (dv)


