(17.02.2025, Mannheim) In der biblischen Erzählung bewegt sich das Leben der Königin Ester zwischen Feiern und Verfolgung. Beim Lesen stellt sich die Frage, wo Gott ist und bleibt. Eine Frage, die auch in die heutige Zeit passt. Die ökumenische Bibelwoche lädt ein, dem beim Lesen im Buch Ester nachzuspüren. Die Abende in den Stadtteilen Lindenhof und Sandhofen im Zeitraum vom 23. bis 26. Februar können auch einzeln besucht werden.
Bibelwoche – die erste Bibelwoche fand 1935 in Karlsruhe statt
Die Wurzeln der Bibelwoche reichen zurück in das Jahr 1935, als sich unter national-sozialistischer Herrschaft Pfarrer der Bekennenden Kirche versammelten, um eine Bibelwoche vorzubereiten. Damals wurde am 18. Januar in Karlsruhe die erste Bibelwoche durchgeführt. Seitdem werden Jahr für Jahr sieben Textabschnitte aus einem biblischen Buch ausgewählt. Diese Texte sind ein Angebot, sich eine Woche lang intensiv und kreativ mit der Bibel auseinanderzusetzen.
Bibelwoche – auf dem Lindenhof seit 50 Jahren ökumenisch
Die Bibelwoche hat sich dann zu einer ökumenischen Praxis weiterentwickelt. Im Mannheimer Stadtteil Lindenhof treffen sich Bibelinteressierte nun schon gut 50 Jahre lang, um miteinander in ein biblisches Buch, seine Fragen und in den Glauben einzutauchen.
Im Februar nun geht es um das biblische Buch Ester, das wie ein schrill-düsteres Wackelbild vielschichtig schillert. Beschrieben wird darin ein pralles Leben zwischen Feiern und Fürchten. „Gott“ kommt darin gar nicht vor. Der Text stellt mehr Fragen, als dass er Antworten liefert. Die Frage aller Fragen bleibt: Wo ist und bleibt Gott in diesem Leben? Das Drama der Königin Ester ermutigt zur Gottsuche in einem Leben, in dem sich Gott nicht aufdrängt. Die Erzählung verbindet auch auf besondere Weise mit der Tradition unserer jüdischen Geschwister.
Termine im Stadtteil Lindenhof
23. Februar, 19.30 Uhr, Gemeindezentrum Johannis (Rheinaustr. 21), mit Pfarrerin Susanne Komorowski
25. Februar, 19.30 Uhr, Gemeindesaal St. Josef (Bellenstr. 72), mit Dr. Esther Graf, Agentur für jüdische Kultur
26. Februar, 19.30 Uhr, Gemeindezentrum Johannis (Rheinaustr. 21), Pfarrer Martin Wetzel
Termine im Stadtteil Sandhofen
24. Februar, 19 Uhr, Gemeindesaal Dreieinigkeitsgemeinde (Domstiftstr. 40), Pfarrerin Nora Keller und Pfarrer Dr. Georgios Basioudis mit musikalischer Gestaltung durch den Chor der Dreieinigkeitskirche
26. Februar, 17 Uhr, Gemeindesaal Bartholomäus (Bartholomäusstr. 4), Pfarrerin Rebekka Langpape und Pastoralreferent Volker Imgram (dv/schu)

