
Kennzeichen der Anlage ist die klare räumliche Anordnung der Einzelbauten. An der Andreas-Hofer-Straße stehen sich der langgestreckte Riegel des Gemeindehauses und der 28,5 m hohe Glockenturm gegenüber. Die dazwischen liegende Freifläche findet ihren Abschluss in dem von der Straße zurückgesetzten Gotteshaus. Dieses bildet einen geschlossenen Kubus mit gelben Klinkerwänden, die an den Längsseiten als leere, ungegliederte Flächen belassen sind. Strenge Symmetrie und Reduktion auf wenige Gestaltungselemente kennzeichnen die Eingangsfassade. Das Innere gliedert sich durch eingestellte Stützen in drei Schiffe. Als wichtigste Lichtquelle dient die in Betonwaben aufgelöste Altarwand, die nach dem Entwurf des Tuttlinger Künstlers Emil Kiess (geb.1930) blau verglast ist. Kiess war in Mannheim zuvor schon für die Glaswände der Trinitatiskirche in G4 und für die Gussglasfenster der Rheinauer Versöhnungskirche herangezogen worden. Durch die ansonsten fensterlosen Wände ist der Kirchenraum als Ort der Stille und Meditation von der Umgebung abgeschirmt.
(aus: Architekturführer Mannheim, bearb. v. Andreas Schenk, hrsg. v. d. Stadt Mannheim 1999)
(aus: Architekturführer Mannheim, bearb. v. Andreas Schenk, hrsg. v. d. Stadt Mannheim 1999)

