Ehrung für langjähriges Ehrenamt

Oberbürgermeister Christian Specht zeichnet Inge Schmidt beim Neujahresempfang der Stadt Mannheim 2024 für ihr Engagement in der Vesperkirche aus

Bild von Inge Schmidt
(07.01.2024) Große Bühne für großartiges ehrenamtliches Engagement. Beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim am 6. Januar 2024 wurde Inge Schmidt, Kirchenälteste in der CityGemeinde Hafen-Konkordien, für ihr ehrenamtliches Engagement in der Vesperkirche ausgezeichnet. Oberbürgermeister Christian Specht überreichte ihr beim Festakt die Urkunde. Zuvor hatte er in seiner Rede betont, die Vesperkirche trage „nicht nur dazu bei, dass Menschen satt werden, sondern dass ihr Leben reicher wird“.
 
In seiner Festansprache nannte Oberbürgermeister Christian Specht das Jahr 2024 ein „Jahr des ehrenamtlichen Engagements“. Er dankte allen Menschen, die sich in Mannheim ehrenamtlich engagieren. „Sie sind der wahre Schatz unserer Stadt“, betonte Specht.

Vesperkirche macht das Leben der Menschen reicher

„In der Vesperkirche begegnen sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten, die sich üblicherweise eher nicht begegnen. Somit trägt die Vesperkirche nicht nur dazu bei, dass Menschen satt werden, sondern dass ihr Leben reicher wird“, hatte Specht in seiner Festrede betont. Der Nutzen des Ehrenamts, führte der Oberbürgermeister aus, sei nicht finanziell, sondern ideell. „Das Ehrenamt vermittelt dem Einzelnen, gebraucht zu werden. Es ist daher in besonderer Weise sinnstiftend.“
 
Das Ehrenamt fördere den so wichtigen gesellschaftlichen Zusammenhalt, betonte Specht. Dieser müsse gestärkt werden: Durch eine bessere Unterstützung der Engagierten, durch mehr Engagement für Familien mit Kindern und durch Orte, an denen Gemeinschaft erlebbar sei. Dazu gehörten auch die Kirchengemeinden, so Specht: „Orte, an denen unterschiedliche Menschen und Initiativen aufeinandertreffen und ins Gespräch kommen. Auch hierfür ist die Vesperkirche ein herausragendes Beispiel“.

Die Ehrung war „sehr feierlich“

Die Auszeichnung bestärke sie in dem, was sie tue, sagt sich Kirchenälteste Inge Schmidt. Seit 1983 engagiert sie sich ehrenamtlich rund um die Konkordienkirche. Die ungewohnte große Bühne am 6. Januar 2024 beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim im Rosengarten bedeute ihr viel. Sonst stehe und wirke sie lieber in der zweiten Reihe. „Das war beim Festakt sehr feierlich“. Tatsächlich sei sie, wie es dort in der Ankündigung hieß, „aus der Vesperkirche nicht mehr wegzudenken“. Die erste Mannheimer Vesperkirche fand 1998 statt – mit Inge Schmidt als einer der ehrenamtlich Helfenden. Seither engagiert sie sich für die Vesperkirche. „Es war klar, dass wir die Menschen nicht in eine Cafeteria einladen, sondern dass wir unsere Gäste an den Tischen bewirten wollen“, schaut Inge Schmidt zurück. „Das genießen die Menschen sehr.“
 
Das Projekt, so Inge Schmidt, gehöre zur Gemeindearbeit vor Ort fest dazu und binde alle evangelischen Gemeinden Mannheims mit ein. Denn sie sorgen unter anderem täglich für selbstgebackenen Kuchen und für die Andacht zum Abschluss eines jeden Vesperkirchentages. Hier in der Vesperkirche, sagt Inge Schmidt, erlebe sie: „Du wirst gebraucht von Menschen, die sich nicht selbst helfen können“. Auch in der aktuellen Vesperkirche ist Inge Schmidt in der Schichtleitung dabei. Das Ehrenamt, sagt sie „mache ich, weil es eine Ehre ist, mithelfen zu können.“
 
Die durch Spenden finanzierte Vesperkirche wird getragen von der Evangelischen Kirche in Mannheim und ihrem Diakonischen Werk. Die Gäste erhalten ein warmes Mittagessen sowie bei Bedarf Sozialberatung der Diakonie und ärztliche Unterstützung.
Spenden: Evangelische Kirche Mannheim, Sparkasse Rhein Neckar Nord, IBAN: DE44 6705 0505 0039 0030 07, BIC: MANSDE66XXX, Stichwort: Vesperkirche. Foto: Alexander Kästel (dv)