(10.10.2025, Mannheim) Wenn ein Kind viel zu früh und völlig unerwartet geht – noch bevor es richtig im Leben angekommen ist –, bleibt eine Stille zurück, die unendlich schmerzt. Viele Eltern, Geschwister und Angehörige suchen nach einem Ort, an dem sie trauern, erinnern und zugleich nicht allein sein müssen. Daher lädt die Klinikseelsorge an der Universitätsmedizin Mannheim am 11. Oktober um 10.30 Uhr in der Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof Mannheim betroffene Familien zu einer ökumenischen Gedenkfeier ein.
Gestaltet wird die Andacht von Diakon Thomas Schäfer (evangelisch) und Gemeindereferentin Barbara Kraus (katholisch). Der Titel der Feier „Wenn Du des nachts den Himmel anschaust …“, greift den großen Schmerz, die Sehnsucht und all die Fragen auf, die viele trauernden Eltern haben. In dieser Weite des Nachthimmels darf alles da sein: die Tränen, das Schweigen, das Vermissen – und zugleich die Hoffnung, dass Liebe über den Tod hinaus trägt.
Die Klinikseelsorgenden wissen, dass Erinnerung Gemeinschaft braucht und Hoffnung Licht – „auch wenn es nur ein Sternenfunke am Nachthimmel, ein gemeinsames Gedenken mit anderen Betroffenen ist.“ Ein Abschlussritual am Schmetterlingsgrabfeld schenkt Trost und Verbindung. Eingeladen sind alle, die um ein Kind trauern – unabhängig von Religion oder Weltanschauung.
Weitere Unterstützung finden Mütter und Väter, die den Verlust eines Kindes betrauern bis Januar 2026 beispielsweise in der geschützten Trauergruppe mit Kreativangebot für Geschwisterkinder des Ökumenischen Kinder- & Jugendhospizdiensts CLARA und der Katholischen Kirche Mannheim „Unendlich ist der Schmerz“. Informationen gibt es telefonisch unter 0621/28 000 351. schu/ dv ( Bild: Klinikseelsorge UMM)

