Klinikseelsorger Hoppenstock geht in Ruhestand

Verabschiedungsgottesdienst am 28. Juli im Diako

Klinikseelsorger Detlev Hoppenstock
(Mannheim, 24.07.2026) Nach 40 Jahren im Dienst der Evangelischen Landeskirche, davon zuletzt vier Jahre als Klinikseelsorger in Mannheim, geht Diakon Detlev Hoppenstock in Ruhestand. Am 28. Juli um 17 Uhr verabschiedet ihn Dekanstellvertreterin Anne Ressel in einem Gottesdienst, der in der Kapelle des Diako stattfindet.
 
Der berufliche Ein- und nun auch der Ausstieg von Detlev Hoppenstock ist eng mit Mannheim verbunden: Seine erste Station war die Paulusgemeinde im Mannheimer Stadtteil Waldhof. Anschließend arbeitete er als Jugendhausleiter in Pforzheim, als Bezirksjugendreferent in Mannheim, dann 22 Jahre als Landesjugendreferent der Evangelischen Gemeindejugend in Baden im Oberkirchenrat in Karlsruhe und nun die letzten vier Jahre in Mannheim als Klinikseelsorger am Brüderklinikum Julia Lanz Diako und Theresienkrankenhaus.

Klinikseelsorge ist wertvoll

Die wertvolle Arbeit der Klinikseelsorge habe mit Jugendarbeit viel gemeinsam, sagt Hoppenstock, denn sie verbinde „ein großes Schnittfeld in die Gesellschaft hinein. Kirche in der Gesellschaft und für die Menschen zu sein war mir immer ein großes Anliegen.“ Auch dort war ihm wichtig, die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen zu intensivieren, beispielsweise durch einen Ausbildungskurs für Menschen, die sich ehrenamtlich in die Klinikseelsorge einbringen wollen. 

Brücke zwischen Pflege und Seelsorge

Ein weiteres Anliegen war ihm die Zusammenarbeit mit Pflegeschulen. Gemeinsam mit einer katholischen Kollegin gestaltete er Seelsorgekurse für angehende Pflegekräfte. „Es ist wichtig, jungen Menschen verständlich zu machen, was Seelsorge leisten kann und wie bedeutsam die Zusammenarbeit von Pflege und Seelsorge für Patientinnen und Patienten ist.“ Besonders erfreut habe ihn, dass die Kurse vielen Auszubildenden einen Zugang zur spirituellen Dimension der Begleitung von Menschen eröffnet hätten.

Ehrenamt als roter Faden

Die Zusammenarbeit mit interessierten und engagierten Ehrenamtlichen zieht sich durch die komplette Zeit seiner Berufstätigkeit, betont Hoppenstock. Ob in der Gemeinde, in der Jugendarbeit oder der Klinikseelsorge: „ohne sie hätte ich so nicht wirken können.“

Dankbarer Rückblick

Er hatte, so Hoppenstock, „das Glück, experimentieren zu dürfen, Freiräume mit neuen Konzepten zu füllen.“ Dazu gehörten mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern beispielsweise Jugend- und Familienfreizeiten, das Adventure Network (AdNet), medienpädagogische Angebote, das Jugendfestival Youvent und, als persönlicher Höhepunkt, die Kletterkirche. Mit seinem Abschied endet eine von Engagement, Innovationsfreude und Zusammenarbeit geprägte Tätigkeit: „Ich blicke sehr dankbar auf diese 40 Jahre Dienst in der Evangelischen Landeskirche zurück.“ Foto: privat (dv)